Leon und seine Freunde rocken SSV Louisendorf

Ein Bericht von Peter Nienhuys

Sage und schreibe 23 Neuzugänge lotste der neue SSV-Spielertrainer Leon Groenewald zum C-Ligisten SSV Louisendorf und fiebert dem Saisonauftakt entgegen.

Aus einer 9er Mannschaft mach zwei 11er Mannschaften plus jeweils fünf Ergänzungsspieler – mit dieser Formel sorgt der SSV Louisendorf derzeit für Furore in der C-Liga, Gruppe 1 und 2.  Zunächst ein kleiner Rückblick in die jüngere, sportliche Vergangenheit des SSV. Nach vierjähriger Abstinenz feierte der Verein unter Trainer Willibert Schümmer 2016 das Comeback in der B-Liga, die die Mannschaft auch sportlich halten konnte. Doch durch den immensen Abgang vieler Spieler, zog der Klub vor der Saison 2017/18 die Reißleine und meldete die Truppe vom Spielbetrieb ab. So ging es mit Coach Daniel Schiller wieder runter in die C-Liga, aber nur als 9er Mannschaft. Man dümpelte in den unteren Tabellengefilden und kassierte in den beiden letzten Spielzeiten jeweils 135 sowie 130 Gegentore.

Nun wieder zurück in die Gegenwart, die zurzeit personell hoffnungsvoll für den SSV aussieht. Denn der Vorstand um Heinz-Jürgen Rocker konnte den 21jährigen Leon Groenewald als Spielertrainer sowie den 19jährigen Justin Mohn als spielenden Assistenzcoach für die kommende Spielzeit verpflichten. Groenewald, Student der Sonderpädagogik in Köln, durchlief alle Jugendmannschaften der SGE Bedburg-Hau und hat seit 18 Monaten wegen diverser Verletzungen nicht mehr gespielt. Mohn ist beim SSV groß geworden, zuletzt in der SGE-A-Jugend aktiv, kommt jetzt als Co-Trainer zu seinem Stammverein zurück. Während der Studienzeit von Groenewald übernimmt Mohn das Dienstagtraining, freitags ist Groenewald zugegen.

„Ich hatte schon zu SGE-Zeiten, Interesse eine Mannschaft zu coachen. Ich bin Mitglied einer großen Gruppe von Freunden, aus der der Vorschlag kam eine Mannschaft zu bilden, mit mir als Trainer. So kamen wir in Kontakt mit dem SSV-Vorstand, führten einige Gespräche, und ich wurde dann als Coach verpflichtet“, erzählt Groenewald. 23, teilweise wieder aktivierte, Akteure aus den umliegenden Vereinen, die alle spielberechtigt sind sowie 10 Spieler aus dem Kader der vorjährigen Saison, tummeln sich jetzt in der SSV-Arena an der Hauptstraße. „Im Schnitt sind 20 Aktive beim Training anwesend. Nach einer Kennenlernphase existiert bereits ein harmonisches Verhältnis. Ich habe nun die Aufgabe, aus einer großen Bandbreite an Spielern, alle unter einen Hut zu bringen. Der Teamgeist untereinander ist sehr gut, und wir wollen über Stimmung und Zusammenhalt erfolgreich in die neue Spielzeit starten“, so Groenewald weiter.

Heinz-Jürgen Rocker hofft, dass die neuformierte 2. Mannschaft demnächst unter 100 Gegentoren bleibt, wobei die Kadersortierung wegen Urlaubszeit und Arbeitsabwesenheit noch nicht ganz abgeschlossen ist. „Außerdem sollen alle Spaß haben, auch über die kommende Saison hinaus“, träumt Rocker von einer vielversprechenden Zukunft seines SSV.

„Ich habe die Startelf der 1. Mannschaft im Kopf, und ich hoffe, dass wir am Ende unter die Top sechs der C 2 landen können. Favoriten sind für mich SSV Reichswalde und SV Hö.-Nie. II „, hofft Groenewald auf eine erfolgreiche Saison und möchte irgendwann den Trainerschein machen.

Andreas Mohn, der als Bindeglied zwischen Spieler und Vorstand fungiert, meint:“ Wir sind froh und dankbar, dass die ehemalige 9er Mannschaft, trotz wenig Punkten und vieler Gegentore zwei Jahre durchgehalten hat“. Beide Teams werden vom Fußballobmann Heiko Altes geführt. Werner Johann ist Betreuer der 1. Mannschaft, während Daniel van de Werth die Zweite betreut. Und alle fieberten den Saisonauftakt entgegen, der jedoch gründlich misslang, denn sie 1. Mannschaft ging in Reichswalde mit 8:1 unter, die Zweite musste wegen Spielermangel ihre Partie sogar absagen. Im zweiten Pflichtspiel dann die erhoffte Erlösung, es konnte der erste Heimsieg  gegen Kalkar II mit 3:2 eingefahren werden.